Highlights 2014

...unser viertes Jahr

Am 27. September haben wir die Konkordiahütte schon zum vierten Mal dem langen Winter anvertraut und blicken zurück auf ein erneut vielseitiges und einzigartiges Hüttenjahr. Bezüglich Einzigartigkeit hoffen wir das zumindest! Der Sommer 2014 wird seinen Platz in den meteorologischen Geschichtsbüchern finden und zwar mit Superlativen der wenig rühmlichen Art. Exakt spiegelbildlich zum 2013 war auch dieses Hüttenjahr geprägt von starken Kontrasten.

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Jahrhundertsommer

Mit Kindern, Hund, Katzen und vorerst einem Mitarbeiter, eröffneten wir am 11. März die Frühjahrssaison 2014 bei bereits wunderbaren Tourenverhältnissen. Die Hütte hatte die Wintermonate schadlos überstanden und die ersten Gäste liessen nicht lange auf sich warten. Gegen Ende März war das Frühjahrsteam mit 5 Mitarbeitern komplett und auch im Oberaarjoch konnten wir den Betrieb aufnehmen. Mit Gaia und Stefan, hatten wir zwei sehr erfahrene Hüttenhilfen, welche im Oberaarjoch quasi selbständig zum Rechten schauten. Gaia unterstützte uns schon im 2012 und Stefan ist im Sommer selbst Hüttenwart im Heinrich-Schweiger-Haus im Nationalpark Hohe Tauern. Er war also nur für das Frühjahr verfügbar. Übrigens, beide werden uns auch im kommenden Jahr wieder tatkräftig unterstützen.
Leider war die zweite Hälfte der Frühjahrssaison und insbesondere das Osterwochenende von unbeständigem Wetter geprägt und dennoch erreichten wir mit 2913 Übernachtungen unsere bisher bestes Frühjahrsergebnis. Zur Ernüchterung liegt dieser Wert dennoch rund 400 Übernachtungen unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre. Aber wir wollen uns nicht nur an Zahlen messen. Wetter und Verhältnisse sind nun mal massgeblich am Erfolg beteiligt und das gilt nicht nur für die Konkordiahütte.

Zum Abschluss der Frühjahrssaison in den ersten Junitagen gönnten wir uns einen ausgedehnten Heimweg über das Finsteraarhorn und das Oberaarjoch. Bei perfekten, winterlich anmutenden Verhältnissen und ohne eine andere Menschenseele weit und breit. Die Frage beschäftigt uns immer wieder, weshalb sich Alpinisten so sehr am Kalender orientieren und dabei selbst die perfektesten Touren- und Wetterverhältnisse ignorieren. Ähnlich sollte es uns im Herbst ergehen, als sich das Sommerwetter letztlich doch noch zum Besseren gewendet hatte.
Highlights aus dem Sommer zu picken fällt uns gerade etwas schwer. Eines gab es auf jeden Fall! Die Arbeitstage der Sektion, ganz zu Beginn der Sommersaison. Was da in kurzer Zeit bewerkstelligt wurde, ist beachtenswert. Insbesondere auf den perfekt instand gestellten Südweg wurden wir noch des Öfteren angesprochen. Für dieses Engagement des harten Sektionskernes möchten wir uns ganz herzlich bedanken.
Die Situation am Treppenanfang hat sich ein weiteres Jahr ruhig gehalten und die Chancen stehen gut, dass dies noch ein weiteres Jahr so bleiben könnte, haben wir doch fürs 2015 ein umfangreiches Projekt vorgesehen. Wir freuen uns sehr, dass die Planung der neuen WC-Anlage auf guten Wegen ist und sind guter Dinge, dass die Realisierung bereits im kommenden Jahr umgesetzt wird. Diese Qualitätssteigerung wird mit Sicherheit Anklang finden und mancher Bergführer wird zukünftig auch seine anspruchsvolleren Gäste für eine Tour zu uns motivieren können.
Was gibt es noch zu berichten? Das neue SAC-Reservationssystem hat sich im ersten Jahr bestens bewährt und viel administrativen Aufwand abgenommen. Auf dieser Plattform können Gäste online reservieren und ihre Reservationen selbst verwalten, das heisst anpassen und allenfalls auch wieder annullieren.

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Fazit...

Für alle wetterabhängigen Branchen war dieser Sommer sicherlich anspruchsvoll bis katastrophal. Wir haben den Eindruck, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Vermutlich, weil Gletscherwandern oftmals die einzige Hochgebirgsaktivität war, die überhaupt machbar war. Hoffen wir also, dass dieser Sommer aus meteorologischer Sicht trotz des noch jungen Jahrhunderts als einsames Schlusslicht in die Geschichte eingehen wird.
Am 27. September haben wir also ein weiteres Mal die Läden verriegelt und die Fahne abgezogen. Nach 182 Hüttentagen und 5594 Übernachtungen.
Wie immer zuversichtlich, blicken wir einem erfolgreichen Hüttenjahr 2015 entgegen. Wohlwissend, dass uns auch dieses Jahr wieder mit viele Überraschungen auf Trab halten wird. Ab Anfang Jahr dann hoffentlich mit einem weiteren, kerngesunden Familienmitglied und einem unternehmungslustigen Hüttenteam.

Tatkräftig unterstützt...

Sehr wertvoll ist es jeweils, wenn einzelene Mitarbeiter bereits Erfahrungen aus vergangenen Jahren oder auch von anderen Hütten mitbringen. Dieses Jahr hatten wir gleich beides. Gaia und Annekäthi waren das zweite Jahr mit im Boot und Stefan betreut während der Sommersaison seine eigene Hütte.
Generell durften wir uns glücklich schätzen, auch in diesem Jahr ein wunderbar harmonierendes Team im Rücken zu haben. Bei ihnen allen möchten wir uns ganz herzlich bedanken:
Annekäthi, Annina, Gaia, Regula, Sarah, Stefan, Tanja, Urs.

Bilanz...

Frühjahrssaison vom 11. März bis 31. Mai 2014.
Sommersaison vom 20. Juni bis 27. September 2014.
5594 Übernachtungen wovon 2913 im Frühjahr und 2681 im Sommer.
Auf der Oberaarjochhütte erreichten wir Total 1289 Übernachtungen.

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