Highlights 2018

...Neuer Rekord

Acht Jahre im gleichen Job, auf der gleichen Hütte... und noch immer nicht müde? Doch schon aber immer nur für einen kurzen Moment! Bald nach Saisonschluss funkelt schon wieder erste Vorfreude fürs nächste Hüttenjahr.
Wie eigentlich jedes der vorangegangenen Jahre leuchtet auch dieses in seinem ganz eigenen Glanz. Wunderbare Begegnungen, erfolgreiche Projekte, ein junges und dynamisches Team und nicht zuletzt die meteorologischen Rekorde schmücken das Resümee.

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das höchste Schulzimmer der Schweiz...

Weil der Schulweg lang und die Ferien im Frühjahr knapp sind, haben wir uns kurzerhand zum Ziel gesetzt, die Schule auf die Hütte zu holen. Die Lehrerin war bald gefunden für diese Doppelrolle und so kam es nicht selten vor, dass Rebecca gleich alle drei Kinder in Obhut nahm.

Kurzohrosterhund

Dass zum Saisonstart im März schon soviel Schnee liegt ist eher ungewöhnlich. Und es sollte noch viel mehr werden! Schneeschaufeln gehörte zur Tagesordnung und das insbesondere vor der Türe zu unserer Dependance. Trotzdem war der Schneekeil auf der Südseite wohl etwas zu wenig hoch. Dem eigentlich beabsichtigten Osterhasen fehlte es deutlich an Ohrenlänge und so wurde halt ein Hund daraus.

Tällilawine

Die Schneemassen wirkten sich auch verschärfend auf die Lawinensituation aus. Einer Gruppe spanischer Alpinisten wurde dies leider zum Verhängnis, als sie anderntags nach Fiesch absteigen wollten und von einer Lawine erfasst wurden. Auch solche Erfahrungen gehören zu unserem Job!

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Büsserschnee

So reichlich er kam, so schnell war er wieder weg. Zum Start der Sommersaison waren die Verhältnisse für Skitouren noch unübertrefflich. Die Junisonne sublimierte die Schneeschicht aber derart schnell, dass ein Phänomen zu beobachten war, welches sonst den hohen Lagen in Äquatornähe vorbehalten bleibt. Ein erstarrtes Wellenmeer aus bis zu einem Meter hohen Schneespitzen bedeckte den Konkordiaplatz. Ich büsste eines Tages mühsam die Entscheidung, den Weg aufs Joch mit Ski zu unternehmen.

Gletscherbike

Diese Idee darf getrost als Hirngespinst betitelt werden. Mit dem Bike von der Fiescheralp zum Konkordiaplatz und retour. Die Reaktionen darauf waren höchst unterhaltsam und das nicht nur bei uns auf der Hütte. Und siehe da, es gab im selben Jahr bereits Nachahmer. Mit richtigem Equipment! Und das soll sogar richtig Spass gemacht haben. Sind wir mal gespannt!

Früh übt sich...

Darauf haben sie sich schon lange gefreut! Wann können wir endlich einmal zu Fluss zur Hütte? Mena und Levi waren hochmotiviert und zwar von Anfang bis zum Schluss. Das heisst von der Hütte bis zur Gletscherstube und anderntags gleich wieder rauf.

Work&Climb...

Erstmals haben wir dieses Jahr ein Work&Climb Lager durchgeführt. Die Idee ist, dass sich Jugendliche tatkräftig engagieren und dafür mit einzigartigen Erlebnissen belohnt werden, Dieses SAC-Angebot erfreut sich grosser Beliebtheit, wie wir schnell bemerkten. Die zwölf Plätze waren im Handumdrehen vergeben. Elf Girls und ein Junge haben fleissig Altlasten gesammelt und ausgegraben. 2,7 Tonnen Büchsen, Glas, Batterien und allerlei spezielle Trouvaillen wurden Ende Woche von der Armee ins Tal geflogen. Als Belohnung gab's pfiffige Klettereien und hautnahe Gletschererfahrungen.

Ziehbrücke...

Dass wir uns nochmals ein ganzes Jahr durchmogeln können ohne bauliche Massnahmen, hatte ich letztes Jahr für unmöglich gehalten. Die Brücke, die zum Start der Zustiegstreppe führt, wurde pro Woche um rund ein Grad steiler. Mehrmals musste sie neu unterbauen werden und erreichte bis Ende September steile 26°. Selbst wenn viel Schnee liegt, würde es im kommenden Frühjahr kaum möglich sein, den Einstieg ohne Brücke zu erreichen. So haben wir sie diesen Herbst nicht ausgeflogen, sondern aufgezogen. Mit der Idee, sie im Frühjahr einfach wieder absenken zu können. Solange genügend Schnee liegt, sollte die Steilheit akzeptabel bleiben. Was danach kommt wird unsere Kreativität erneut fordern.

Fazit...

Ein Jahr der Superlativen. Prächtig viel Schnee im Frühjahr und fast nur schönes Wetter im Sommer! Daraus resultieren Rekordzahlen! Dennoch bewegen wir uns, im Gegensatz zu vielen Wanderhütten, nur wenig über dem langjährigen Mittel. Eine Tatsache die uns genügend Reserven liess um den Spass nicht zu verlieren.

Unser Team, jung und dynamisch...

Der frische Wind hat sich ebenso bewährt wir langjährige Zusammenarbeit. Der Mix ist wohl das Optimum! Der Mix auch aus ganz unterschiedlichen Charakteren und Fähigkeiten. Jede und jeder im Team hat sich den Herausforderungen gestellt und angepackt. Zum Wohl unserer Gäste und uns selbst! Ganz herzlichen Dank Euch allen.
Ursina, Rebecca, Martina, Stefan, Eva, Snorre und Padam.

Bilanz...

Frühjahrssaison vom 14. März bis 21. Mai 2018.
Sommersaison vom 16. Juni bis 22. September 2018.
6769 Übernachtungen wovon 2969 im Frühjahr und 3800 im Sommer.

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