Sommer

nicht nur Fels und Eis...

Im Sommer gibt es hier oben nicht nur Fels und Eis. Die Flora hat sich an das hochalpine Klima angepasst und wer etwas genauer hinschaut, entdeckt viele verschiedene Pflanzenarten. Auch Murmeltiere, Vögel und manchmal sogar Gämsen oder Steinböcke lassen sich hier blicken.
Die Sommersaison startet Mitte Juni und dauert bis Ende September. Zahlreiche Gletscherwanderer besuchen uns im Sommer - meist in Begleitung eines Bergführers - und erleben die faszinierende Gletscherwelt hautnah. Auch Alpinisten werden durch die Gipfel angelockt.

Zustieg Sommer

Die Konkordiahütte ist ziemlich abgelegen und alle Zustiege führen zwangsläufig über Gletscher. Markierte Pfade gibt es nicht. Wer nicht die nötige Gletschererfahrung besitzt, begibt sich am besten in Obhut eines Bergführers.
  • vom Jungfraujoch:
    Zeit: 4-5 h/ Aufstieg: 160 Hm/ Abstieg: 760 Hm/ Distanz 8 km
    Von der Bahnstation Jungfraujoch (3454 m) gelangt man durch den Sphinxstollen auf den Jungfraufirn. Soblad man den Stollen verlassen hat, befindet man sich in hochalpiner Gletscherwelt. Es sind keine Routen markiert. Die entsprechende Ausrüstung und Gletscherkenntnisse sind Pflicht. Über den Jungfraufirn steigt man hinunter bis zu einer ersten flachen Gletschermulde und weiter zur nächsten Mulde auf ca. 3200 m ab. Weiter steigt man etwa parallel zum Trugberg ins flacher werdende Gelände bis südlich von P. 2763 ab. Hier kommen der Jungfraufirn und das Ewigschneefäld zusammen. Man überschreitet die Moräne und anschliessend den Gletscherbach. Nach der Bachüberquerung steigt man etwas Richtung Ewigschneefeld an und quert auf gleicher Höhe zum S-Fuss der Grünegg. Hier überschreitet man die zweite Moräne und erreicht leicht ansteigend die gut sichtbaren Metalltreppen, die zur Hütte führen.
  • von der Fiescheralp:
    Zeit: 5-6 h/ Aufstieg 1050 Hm/ Distanz: 13 km
    Von der Fiescheralp gelangt man auf dem Fahrweg und durch den Stollen zur Gletscherstube Märjela. Von hier folgt man dem Weg leicht abwärts entlang der Märjelenseen und betritt den Gletscher an geeigneter Stelle südöstlich von P. 2266. Dort verlässt man den markierten Weg und befindet sich auf dem Gletscher. Die nötige Ausrüstung und Gletscherkenntnisse sind Pflicht. Man folgt dem Grossen Aletschgletscher aufwärts, anfangs näher der Mittelmoräne, später näher der östlichen Seitenmoräne bis an den Südfuss der Hüttenfelsen (ca. 2660 m). Hier verlässt man den Gletscher bei einer roten Markierung, um auf den Südweg zu gelangen. Man folgt anfänglich Wegspuren über lebendiges Moränengeröll, später über kurze Leitern und Holztritte dem Weg rund 150 Höhenmeter steil den Hang empor. Einige Passagen sind durch Seile gesichert.

Gletschertrekking

Diverse Bergsteigerschulen sowie einzelne Bergführer bieten im Sommer Gletschertrekkings über den längsten Alpengletscher an. Diese Touren sind auch für Personen ohne Gletschererfahrung gut zu meistern. Voraussetzung ist eine gute Kondition, welche einen 5-6 stündigen Marsch in etwas dünner Luft gestattet.
Die Gletscherwanderungen starten meist auf dem Jungfraujoch. Sicher geführt gelangt man an Gletscherspalten vorbei und dann auf den Konkordiaplatz. Von dort aus führt die Treppe hoch zur Konkordiahütte. Am zweiten Tag steigt man via Südweg zum Gletscher ab und folgt dem Grossen Aletschgletscher bis zum Märjelensee. Das letzte Stück ist eine schöne Wanderung bis zur Fiescheralp. Je nach Programm der Bergschule gibt es auch andere Varianten wie zum Beispiel eine fünftägige Traverse vom Grimselpass bis ins Lötschental.
Lasst Euch von den vielfältigen Ideen und Angeboten dieser Bergsteigerschulen inspirieren. Sie sind die absoluten Experten und können Euch ganz individuell beraten.
Grindelwaldsports, Aletsch Bergsteigerzentrumt, Berg + Tal, Höhenfieber, Bergpunkt, Mammut Alpine School, Bergsteigerschule Riederalp, ... diese und weiter Schulen bieten das Gletschertrekking an.

Touren Sommer

Klettergarten

Direkt hinter der Hütte befindet sich ein Klettergarten mit zahlreichen, gut abgesicherten Kletterrouten. Alle Standplätze, Zwischensicherungen und Abseilstellen sind vorhanden und mit soliden Bohrhaken eingerichtet.
Material: 10 Espressschlingen, Seil min. 50 m
Vom "Faulberg" 3x20m auf das Mittelband abseilen, dann über den Fussabstieg zurück zum Einstieg.

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